Lernen und Leben in Internaten

Wie ist es, auf ein Internat zu gehen? Welche Fächer werden dort unterrichtet? Und wie geht es den Jugendlichen, soweit weg von Zuhause? Viele Eltern ringen mit sich, ob sie ihr Kind auf ein Internat schicken sollen oder nicht. Denn nicht alle Kinder fühlen sich dort wohl.

Schweiz: Kleine Klassen, große Ziele

Hohe Berge, hohe Standards, hohe Erwartungen: Aiglon ist ein internationales Elite-Internat in den Schweizer Alpen – eins der teuersten der Welt mit 80.000 Euro Schulgebühren im Jahr. Die Schüler sind zwischen neun und 18 Jahren alt, sie kommen aus 60 Ländern. Maximal zehn Schüler haben zusammen Unterricht.

Herkömmliche Fächer wie Spanisch, Geschichte und Physik stehen auf dem Stundenplan neben untypischen wie Weltraumforschung. Die Schüler machen auch Kanutouren, gehen klettern, Ski fahren, zelten und wandern. Es gibt Mal- und Theaterkurse und Sport. Körper, Geist und Verstand sollen in dem Elite-Internat gleichermaßen gefördert werden.

Disziplin wird in Aiglon groß geschrieben. In jedem Schülerwohnheim gibt es einen Erzieher – ein Lehrer, der den Schülern auf die Finger schaut.
Schüler haben ihre eigenen Vertreter, genannt Vertrauensschüler. Die haben das Privileg, in einem Einzelzimmer zu wohnen. Dafür müssen sie auf ihre Mitschüler aufpassen: Das umfasst Hausaufgaben wie Zähneputzen.

Nicht alle Schüler kommen aus einem reichen Umfeld. Es gibt Stipendien für Kinder und Jugendliche aus ärmeren Elternhäusern. Voraussetzung sind exzellente Noten. Jeder Zehnte in Aiglon ist ein Stipendiat.

Indien: Heimweh und Hausaufgaben

Für Kinder und Jugendliche wie den 13jährigen Karen ist es nicht leicht, zur Schule zu gehen. Denn in Ländern wie Indien gibt es viele Familien, die in abgelegenen Gegenden leben. Zu weit entfernt von der nächsten Schule. Für manche Eltern ist ein Internat die einzige Möglichkeit, damit ihr Kind unterrichtet wird.

Karen geht zur Bishop Cotton School in Shimla, eins der ältesten und angesehensten Jungeninternate Asiens. Es feierte vor kurzem 150jähriges Bestehen. Indischen Presseberichten zufolge rangiert es unter den besten Einrichtungen des Landes.

In Internaten wie diesem übernehmen Lehrer neben dem Unterrichten oft auch die Rolle der Eltern. Wenn die Schüler Sorgen oder Heimweh haben, können sie sich ihnen anvertrauen.

Indonesien: Büffeln in Bambushütten

Was passiert, wenn eine herkömmliche Schule auch Internatsschüler unterrichtet? Das ist der Fall der Green School in Bali, eine Schule, die 2012 zu den umweltfreundlichsten der Welt gewählt wurde. Sie wurde 2008 eröffnet.

Die „Green School“ in Balis Badung District soll Schüler zu ökologisch bewussten Menschen erziehen. Rund 400 Schüler aus der ganzen Welt lernen derzeit an der Einrichtung. Angeboten wird das volle Programm: von der Vorschule bis zur Oberstufe. Diejenigen, die von weit her kommen, können im Studentendorf – einem Internat – wohnen, das derzeit zwölf Schüler beherbergt.

Die ausländischen Studenten bleiben jedes Jahr für mindestens neun Monate. Ziel des Internats ist, die Schüler zu ethisch vernünftig handelnden Individuen zu erziehen, die Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen und einen grünen Lifestyle kennenlernen – in nachhaltigen Häusern und mit gesunder Ernährung.

Die Green School hat drei einfache Regeln: Denke und handle lokal, lass’ Dich von Deiner Umwelt leiten und mache Dir bewusst, welche Folgen Dein Handeln für Deine Kinder haben wird. Die Schüler lernen die klassischen Fächer in den unteren und oberen Klassenstufen. Der Unterschied an der Green School ist, dass die Lehrer versuchen, die Schüler umweltbewusst zu erziehen.
Schule und Internat kosten die Eltern jährlich etwa 23.000 Euro.

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