20 Minuten – Millionär droht Politikern, ihre Surf-Daten zu kaufen

[ad_1]

Dass Internetnutzer in den USA künftig um ihre Privatsphäre bangen müssen, ruft Aktivisten auf den Plan. Am Dienstag hatte nach dem Senat auch das Abgeordnetenhaus einen Entscheid gebilligt, nach dem Internet-Anbieter den Browser-Verlauf ihrer Kunden ohne deren Einwilligung an den Meistbietenden verkaufen dürfen. Es fehlt nur noch die Unterschrift des US-Präsidenten – und Donald Trumps Zustimmung gilt als sicher.

Umfrage

Was halten Sie von den Zugeständnissen an US-Internetanbieter?

Dagegen formiert sich jetzt Widerstand: Der Millionär Max Temkin hatte bereits vor der Abstimmung in einem Tweet angekündigt, die Browser-Verläufe aller Abgeordneten zu kaufen und zu veröffentlichen, wenn das Gesetz durchgewunken wird.

Spendenaufrufe als Rache an Politikern

Demnächst wird der Miterfinder des Kartenspiels «Cards Against Humanity», der im vergangenen November zum Black Friday mit einer sinnlosen Loch-graben-Aktion Aufmerksamkeit erregt hatte, seinen Worten wohl Taten folgen lassen müssen. Immerhin steht Temkin mit seiner Idee nicht allein da. Auf Gofundme.com wurden vor wenigen Tagen zwei Spendenaufrufe mit einem ähnlichen Ziel gestartet: die privaten Internetdaten von Donald Trump und jener Kongressabgeordneten zu kaufen, die für das Gesetz mit der Bezeichnung SJR34 gestimmt haben.

Der Internet-Aktivist Adam McElhaney hat über seinen Aufruf bisher umgerechnet 146’000 Franken gesammelt, bei jenem von «Supernatural»-Schauspieler Misha Collins sind etwa 61’000 Franken zusammengekommen (beide: Stand Donnerstagmittag).

Unterstützt von der Wirtschaft

Einen Sündenbock hat die Netzgemeinde auch schon ausfindig gemacht: die republikanische Kongressabgeordnete Marsha Blackburn. Die Politikerin ist die Verfasserin des Gesetzentwurfs – und das gemäss «Vocativ» aus einem bestimmten Grund. Die 64-Jährige ist demnach im Laufe ihrer Karriere immer wieder von Internetanbietern finanziell unterstützt worden. Insgesamt sollen Firmen wie AT&T, Comcast oder Verizon über eine halbe Million Dollar an Spendengeldern für ihre Kampagnen überwiesen haben.

Erst Trumps Vorgänger Barack Obama hatte die Datenschutzregeln verschärft. Die Telekom-Aufsicht FCC hatte daraufhin ein Verbot für Internetanbieter erlassen, Nutzerinformationen über besuchte Websites ohne deren Zustimmung zu verkaufen. Diese Regelung würde mit dem neuen Entscheid rückgängig gemacht. Das Votum im Abgeordnetenhaus am Dienstag fiel mit 215 zu 205 Stimmen knapper aus als erwartet, weil auch 15 Republikaner dagegen stimmten.

(mlr)

[ad_2]

Source link

Dass Internetnutzer in den USA künftig um ihre Privatsphäre bangen müssen, ruft Aktivisten auf den Plan. Am Dienstag hatte nach dem Senat auch das Abgeordnetenhaus einen Entscheid gebilligt, nach dem Internet-Anbieter den Browser-Verlauf ihrer Kunden ohne deren Einwilligung

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s