20 Minuten – Bund streicht Freikirchen die J+S-Gelder

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Innert kürzester Zeit haben 15’000 Personen eine Online-Petition unterzeichnet: «Christliche Jugendverbände sollen J+S-Partner bleiben», so ihre Forderung an die Adresse von SVP-Bundesrat Guy Parmelin. Was war passiert?

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In einem Schreiben teilte das Bundesamt für Sport (Baspo) zehn christlichen Jugendverbänden vor wenigen Tagen mit, dass sie ab 2018 keine Beiträge aus dem Programm Jugend und Sport (J+S) mehr erhalten. Organisationen, die nicht die Förderung von Sport und Bewegung von Kindern und Jugendlichen zum primären Ziel hätten, sondern Sport «lediglich als Mittel zur Erreichung anderer (namentlich religiöser) Zwecke einsetzen», hätten keinen Anspruch auf Subventionen, lautete die Begründung laut einem Bericht der NZZ.

«Jede Jugendgruppe vermittelt Werte»

Die Betroffenen reagieren mit Unverständnis. «Wieso sollten wir anders behandelt werden als die Jugendorganisationen der reformierten und katholischen Landeskirchen wie Cevi und Jungwacht/Blauring?», fragt Nicole Becher, Präsidentin der Jungschar der Evangelisch-Methodistischen Kirche der Schweiz. «Wir betreiben erfolgreich ganzheitliche Jugendförderung, es gab weder von Elternseite noch von Jugend und Sport Kritik, dass wir missionieren würden.»

Andi Bachmann-Roth, Jugendbeauftragter der Schweizerischen Evangelischen Allianz, dementiert zwar nicht, dass die betroffenen Verbände die Jugendlichen zur «Konversion einladen» würden, also zum Übertritt in die Glaubensgemeinschaft. Er betont jedoch, das sei in einem freien Land ihr «gutes Recht»: «Jede Jugendgruppe vermittelt Werte, seien dies nun christliche oder säkulare.»

Gericht stützte Subventionsstopp

Insgesamt werden Gelder in der Höhe von rund 370’000 Franken pro Jahr gestrichen. Besonders schmerzlich sei daneben auch der Verlust des populären J+S-Labels, sagt Bachmann-Roth im NZZ-Bericht weiter. Dieses helfe etwa bei der Suche nach Lagerplätzen.

Vor dem Baspo hatte 2014 bereits das Bundesamt für Sozialversicherungen frommen Jugendgruppen die Förderbeiträge gestrichen, basierend auf einer Gesetzesänderung von 2011. Das Bundesverwaltungsgericht stützte das Vorgehen.

Darauf beruft sich auch Baspo-Sprecher Christoph Lauener: Man könne «keine Religionspolizei losschicken, um zu überprüfen, was die Verbände genau mit dem Geld machen». Das Bundesamt stütze sich beim Subventionsstopp darum einzig auf den Gerichtsentscheid. Die Jugendverbände haben nun die Möglichkeit, selbst ans Bundesverwaltungsgericht zu gelangen und die Verfügung des Baspo anzufechten.

(jbu)

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