20 Minuten – Abgas-Blitzer sollen Schummler berfhren

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Es wird getrickst, was das Zeug hlt: Der VW-Abgasskandal erschtterte nicht nur die Autofahrer in den USA, auch in der Schweiz waren rund 175’000 Diesel-Fahrzeuge mit der Schummelsoftware unterwegs.

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Finden Sie spontane Abgas-Kontrollen sinnvoll?

Mit dem sogenannten Remote Sensing Detector knnen Schadstoffe im Abgas vorbeifahrender Fahrzeuge berhrungsfrei gemessen werden. Der Kanton Zrich setzt den Infrarot-Blitzer heute bereits ein. Indem die Abschwchung eines durch die Abgaswolke geleiteten Lichtstrahls gemessen wird, lassen sich Aussagen zur Konzentration verschiedener Schadstoffe im Abgas machen, heisst es auf der Website des Amts fr Abfall, Wasser, Energie und Luft. Indem eine grosse Anzahl Fahrzeuge gemessen werde, liessen sich Aussagen ber die Abhngigkeit der Schadstoffemissionen von der Fahrdynamik oder bestimmter Fahrzeug-Kategorien machen. (jbu)


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Vor wenigen Wochen wurde zudem bekannt, dass auf der Nord-Sd-Achse mehrere auslndische Chauffeure mit manipulierten Lastwagen erwischt worden waren: Um Geld zu sparen, berlisteten sie mittels sogenannter AdBlue-Killer ein System, das sonst den Ausstoss schdlicher Stickoxide reduziert.

Tiana Angelina Moser, Fraktionschefin der Grnliberalen im Bundeshaus, hat genug von solchen Schlagzeilen. In einer Motion fordert sie vom Bundesrat die Einfhrung regelmssiger Abgasprfungen fr alle Motorfahrzeuge.

Geltende Regelung sei missbrauchsanfllig

Seit 2013 ist der Abgastest fr moderne Autos in der Schweiz nicht mehr Pflicht. Fahrzeuge, die ber ein sogenanntes On-Board-Diagnose-System verfgen das trifft etwa auf zwei von drei Autos in der Schweiz zu mssen nur noch in die Werkstatt, wenn die Warnlampe aufleuchtet.

Leider habe sich die neue Regelung als missbrauchsanfllig erwiesen, sagt Moser. Sie will deshalb nicht einfach die alten Tests zurck, sondern fordert beispielsweise Spontan-Kontrollen im Strassenverkehr. Damit die realen Abgaswerte ermittelt werden, reicht der gute Glaube an die Einstellungen der Hersteller nicht.

Moser ist berzeugt, dass eine schlanke, unbrokratische Umsetzung auf dem heutigen Stand der Technik die Schadstoffbelastung in der Luft drastisch senken knnte. Denke man an die hohen Gesundheitskosten, die Schadstoffe in der Luft verursachten, lohne sich der Eingriff allemal: Die Feinstaubbelastung fordert rund 3000 vorzeitige Todesflle in der Schweiz, mahnt sie.

Keine Ahnung von Technik

Zu den Unterzeichnern der Motion zhlen neben Linken und Parteikollegen von Moser auch brgerliche Politiker. So untersttzt etwa SVP-Fuhrhalter Ulrich Giezendanner das Anliegen.

Weniger begeistert ist dessen Parteikollege Walter Wobmann. Dieser Vorstoss wurde offensichtlich von einer Person verfasst, die keine Ahnung von Technik hat, spottet er. Abgas-Manipulationen wie jene bei VW knnten mit herkmmlichen Tests nicht erkannt werden. Und fr mobile Kontrollen auf den Strassen existieren schlicht die ntigen Gerte noch nicht.

Gegen Lastwagenfahrer, die mit AdBlue-Killern tricksen, msse hart durchgegriffen werden, findet auch der SVP-Nationalrat aber wegen einzelner Snder die Kontrolle auch auf den privaten Autoverkehr auszuweiten, wre reine Schikane.

Experte zweifelt

Auch bei der Eidgenssischen Materialprfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ist man kritisch. Heute ist es aus verschiedenen Grnden nur im Labor mglich, belastbare Resultate zu erzielen, sagt Patrik Soltic, der die Gruppe Antriebssysteme leitet. So schreibe die aktuelle Abgasgesetzgebung vor, dass Abgas-Emissionen in Gramm pro Kilometer unter genau definierter Belastung erfllt werden mssten. Das lsst sich am Strassenrand schlicht nicht erheben.

Der Kanton Zrich misst zwar regelmssig an einer steilen Strecke zwischen Gockhausen und Dbendorf per Lichtstrahl die Abgase der vorbeifahrenden Fahrzeuge (siehe Box). Soltic gibt jedoch zu bedenken: Die Resultate eignen sich gut dafr, um Aussagen darber zu machen, wie sich die Emissionen in dieser speziellen Situation insgesamt ber die Zeit entwickeln aber nicht, um zuverlssige Aussagen ber das Einhalten von Abgasgrenzwerten einzelner Fahrzeuge zu machen.

Dreckschleuder bleibt Dreckschleuder

Beim Bundesamt fr Strassen heisst es, es sei letztlich ein politischer Entscheid, ob solche Kontrollen eingefhrt wrden oder nicht. Aus technischer Sicht kann man sagen, dass Kontrollen die Fahrzeuge nicht sauberer machen.

Ein Auto msse immer nur jenen Anforderungen gengen, die zur Zeit ihrer Zulassung galten. Eine Dreckschleuder aus den 80er-Jahren bleibt eine Dreckschleuder, auch wenn sie alle zwei Jahre einen Stempel erhlt, der besttigt, dass alles in Ordnung ist. Inwiefern mit Tests Manipulationen vorgebeugt werden knnte, sei schwierig zu beurteilen.

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Es wird getrickst, was das Zeug hlt: Der VW-Abgasskandal erschtterte nicht nur die Autofahrer in den USA, auch in der Schweiz waren rund 175’000 Diesel-Fahrzeuge mit der Schummelsoftware unterwegs.

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