20 Minuten – Trotz Suizidgefahr muss Ex-Millionr ins Gefngnis

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Rolf Erb muss ins Gefngnis, obwohl er akut suizid gefhrdet ist. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten abgewiesen. Dieser forderte ein weiteres Gutachten zu seiner Hafterstehungsfhigkeit.

Die Lausanner Richter sind in ihrem am Donnerstag publizierten Urteil zum Schluss gekommen, dass das bereits bestehende Gutachten keine Mngel aufweise. Eine weitere, interdisziplinre Expertise sei deshalb nicht notwendig. Dies hatte Erb in seiner Beschwerde gefordert.

Kein Strafaufschub

Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid ausgefhrt, dass wegen allflliger Suizidgefahr kein Strafaufschub gewhrt werden knne. Es drfe nicht dazu kommen, dass eine solche Selbstgefhrlichkeit zu einem gngigen letzten Verteidigungsmittel von Verurteilten und deren Anwlten werde.

Zudem sei eine Strafaufschub so lange nicht in Betracht zu ziehen, als der Gefahr der Selbstttung mit geeigneten Massnahmen im Vollzug begegnet werden knne.

Das Ermessen der Vollzugsbehrden sei in diesem Bereich klein, hlt das Bundesgericht fest. Der Grund dafr sei das grosse ffentliche Interesse am Vollzug rechtskrftig verhngter Strafen und der Gleichheitssatz.

Vorladung angefochten

Das Amt fr Justizvollzug des Kantons Zrich lud Rolf Erb Ende November 2015 per 2. Mrz 2016 zum Strafvollzug vor. Gegen diesen Entscheid zog er erfolglos bis vor Bundesgericht.

Das Obergericht des Kantons Zrich erklrte Erb im Januar 2014 des gewerbsmssigen Betrugs, der mehrfachen Urkundenflschung und der mehrfachen Glubigerschdigung durch Vermgensminderung fr schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Das Bundesgericht besttigte das Urteil im August 2015.

Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Der Fall gilt als zweitgrsste Firmenpleite der Schweizer Geschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen. Erb stritt stets alle Vorwrfe ab und schob die Schuld seinem verstorbenen Vater Hugo zu. Dieser habe die Fden in der Hand gehabt. (Urteil 6B_336/2017 vom 27.03.2017)

(fal/sda)

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Rolf Erb muss ins Gefngnis, obwohl er akut suizid gefhrdet ist. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten abgewiesen. Dieser forderte ein weiteres Gutachten zu seiner Hafterstehungsfhigkeit.



Auszug aus dem Schloss Eugensberg

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