20 Minuten – Dopingreport Deutschland – einer packt aus

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Die Doktorarbeit des Pharmazeuten Simon Krivec zerstört den jahrzehntelangen Glauben, in Westdeutschland sei im Gegensatz zur DDR alles sauber abgelaufen. Das dies tatsächlich nicht der Fall war, bestätigt ein ehemaliger Athlet, der sich als einziger namentlich outete. Der ehemalige Diskuswerfer Klaus-Peter Hennig, vielfacher deutscher Meister und Olympiateilnehmer 1968 und 1972, packte vor laufender Kamera gegenüber «Sport inside» des WDR aus.

Er sei wie andere bundesdeutsche Athleten in die Zwickmühle geraten. Die persönliche Belastung sei gross gewesen. «Auf der einen Seite will ich selber Leistung verbessern, hohe Leistung schaffen. Die Olympiateilnahme schaffen. Auf der anderen Seite weiss ich, dass das ohne unterstützende Mittel eigentlich nicht geht.»

Die Parallele zur DDR

Simon Krivec hatte für seine Arbeit, die Hennig im Übrigen als absolut glaubwürdig erachtet, 121 ehemalige Leichtathleten des Deutschen Verbandes schriftlich kontaktiert. Seine Anfrage zielte auf die Einnahme von anabolen, leistungsfördernden Steroiden. Das Resultat lässt aufhorchen: 31 Befragte gaben den Missbrauch zu und erklärten, in einer Phase von 1960 bis in die späten 80er-Jahre gedopt zu haben. Es bestehe eine Parallele zum Doping in der DDR.

«Verblüffend war, dass die Athleten sehr offen damit umgegangen sind», wunderte sich Krivec ebenfalls in der Sendung «Sport inside» des WDR. Die Daten würden statistisch signifikant belegen, dass mehr als 50 Prozent der Athleten anabole Steroide zu sich nahmen. Die Dosierungen hätten zudem in fast allen Fällen weit über den Empfehlungen der Hersteller gelegen. Beliebt und von den gesetzlichen Krankenkassen zum Teil auch übernommen seien die rezeptpflichtigen Medikamente Dianabol und Stromba gewesen.

Der markanteste Fall stammt offenbar aus dem Jahre 1974. Damals konsumierte ein Athlet laut der Recherche in jenem Jahr bis zu 5000 Milligramm Dianabol, was auf der Einnahme von rund 1000 Tabletten basiert. Der Konsum einzelner Sportler habe teilweise bis zu zwölf Jahren angedauert. Offenbar seien auch Ärzte, Apotheker, Trainer und weitere Personen aus dem Personenkreis der Athleten involviert gewesen. Den Angeschriebenen wurde Anonymität garantiert.

(tn)

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Die Doktorarbeit des Pharmazeuten Simon Krivec zerstört den jahrzehntelangen Glauben, in Westdeutschland sei im Gegensatz zur DDR alles sauber abgelaufen. Das dies tatsächlich nicht der Fall war, bestätigt ein ehemaliger Athlet, der sich als einziger namentlich outete. Der

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