20 Minuten – «Wer betrunken ist, bleibt draussen»

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258 Prozent mehr schwere Körperverletzungen weist die Basler Kriminalstatistik 2016 gegenüber dem Vorjahr aus. Beat Voser, Chef der Basler Kriminalpolizei, lokalisierte das Problem im Nachtleben: Fast alle Gewalttaten würden sich in diesem Umfeld abspielen. «Das Partyvolk kommt bereits unter Drogen- und Alkoholeinfluss in der Stadt an. Je verladener die Leute, desto tiefer die Frustrationstoleranz», sagt er. Und je später die Stunde, desto häufiger die Zwischenfälle.

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Haben Sie im Ausgang auch schon Gewalt erlebt?

Der Fame Club am Claraplatz etwa geriet letztes Jahr mehrmals in die Schlagzeilen. Seit drei Wochen ist er unter neuer Führung. «Bei uns hat sich die Situation grundlegend verändert», sagt Club-Betreiber Sascha Szilagyi. So wurde etwa das Sicherheitspersonal komplett ausgewechselt und die Einlasspolitik verschärft. «Beim Opening vor zwei Wochen haben wir etwa 200 Leute nicht reingelassen», erzählt er. Die Devise laute: Probleme sollen vom Club ferngehalten werden. Bis jetzt funktioniere das: «Wir hatten seither keine Vorfälle mehr.»

Betrunkene müssen draussen bleiben

Probleme mit gewaltbereiter Kundschaft kennt auch Claudio Rudin vom Balz Club im Steinenbachgässlein. Gröbere Zwischenfälle seien aber ganz selten. «Dann holen wir auch die Polizei dazu», sagt er. Ein zunehmendes Gewaltpotential im Nachtleben, wie es die Polizei beobachtet, stellt Rudin nicht fest, sagt aber auch: «Wir achten sehr darauf, wen wir bei uns reinlassen. Wer betrunken ist, bleibt draussen.» Es sei auch wichtig, dass genügend Sicherheitspersonal im und vor dem Clubpräsent sei.

Auch Rudin legt Wert auf Professionalität und gute kommunikative Fähigkeiten bei den Türstehern. Diese hätten auch ein Gespür für potentiell gewalttätige Gäste. «Wir bekommen dafür auch gute Feedbacks von den Gästen», sagt er.

«An der Heuwaage ist die Hölle los»

Für Mike Thoma, der mit seiner Sicherheitsfirma Pro-Tect seit vielen Jahren vor den Türen der Basler Nachtlokale steht, ist die Kriminalstatistik keine Überraschung. «Kontinuität bei der Einlass-Politik ist das A und O», sagt er. Sein Team ist unter anderem vor dem Paddy Reilly’s Pub stationiert – und Thoma weiss: «Bei benachbarten Lokalen an der Heuwaage gehören Ausschreitungen zum Programm.» Das Problem liege bei den häufigen Besitzerwechseln. «Die neuen Betreiber bringen ihr unseriöses Sicherheitspersonal mit. Diese Wechsel sind nicht gut für die Tür-Politik. Bei denen ist Woche für Woche die Hölle los.» Ein Wochenende ohne Polizei und Sanität habe Seltenheitswert.

«Fakt ist: Ab 2 Uhr stehen viele Clubgänger betrunken vor uns und beginnen zu stänkern», sagt er weiter. Personen, die regelmässig in Basel unterwegs seien, kennen die Gepflogenheiten des Nachtlebens und wissen sich meist besser zu benehmen als Auswärtige. «Die Ländler machen tatsächlich häufiger Theater», weiss Thoma. Die Kunst sei es, potentiell aggressive Personen auszusortieren und ihnen den Einlass zu verwehren. «Der Punkt ist: Wann ist ein Mensch zu betrunken und gefährdet die Sicherheit? Der Grat ist schmal.»

(lha/jd)

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258 Prozent mehr schwere Körperverletzungen weist die Basler Kriminalstatistik 2016 gegenüber dem Vorjahr aus. Beat Voser, Chef der Basler Kriminalpolizei, lokalisierte das Problem im Nachtleben: Fast alle Gewalttaten würden sich in diesem Umfeld abspielen. «Das Partyvolk

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