20 Minuten – In Beiz Mann aus Notwehr ins Bein geschossen?

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Fünf Schüsse fielen am 18. Juli 2016 gegen 2.30 Uhr im Lokal Brauerzunft an der Rheingasse. Der Täter flüchtete. Am Dienstag sass der 35-jährige Türke nun auf der Anklagebank.

Eines der Projektile streifte das Bein eines Bar-Angestellten, ein weiteres durchschlug seine linke Wade. Das Opfer ist seither vollumfänglich arbeitsunfähig. Angeklagt war der Beschuldigte, der zurzeit im Untersuchungsgefängnis sitzt, unter anderem wegen mehrfachem Vergehen gegen das Waffengesetz und versuchter vorsätzlicher Tötung.

Am Abend vor der Schiesserei waren der 35-jährige Familienvater und der Wirt der Brauerzunft aneinandergeraten. Unklar ist das Motiv des Streits. Der Täter habe 300 Franken eintreiben wollen, sei dann beim Wirt jedoch abgeblitzt, so der Staatsanwalt. Ob es sich dabei um Geld aus illegalen Geschäften handelt ist offen. Fakt ist: Die Brauerzunft hat einen zwielichtigen Ruf und war schon mehrfach Schauplatz von Razzien.

«Ich bin das Opfer»

Am nächsten Morgen soll der Beschuldigte dann mit geladenem Revolver ins Lokal gestürmt sein – «um Frieden zu schliessen», wie er vor der Sechserkammer angab. Er habe jedoch schnell realisiert, dass er mit seinem Friedens-Angebot nicht weit kommen würde. Im Parterre der Brauerzunft stiess er auf den Bruder des Wirts. «Er hat schon mit seinen Leuten auf mich gewartet», sagte der mehrfach Vorbestrafte. Der Gerichtspräsident quittierte diese Aussage mit deutlichen Worten. «Das ist Bullshit. Wie soll er auf sie gewartet haben?»

Dann sei Chaos ausgebrochen, auch der Widersacher des Angeklagten sei bewaffnet gewesen: «Ich bin das Opfer, die sind auf mich los», schilderte der Beschuldigte, bei dem nach der Tat Kokain und Amphetamine im Blut gefunden wurden. Als er gemerkt habe, dass die Situation eskalierte und der Bruder des Wirts zu einer Waffe griff, sei er ihm zuvorgekommen. «Ich schoss zwei Mal zwischen die Herren. Dann gab ich die anderen Schüsse ab, dass ich schnellstmöglich aus dem Lokal flüchten konnte.»

Acht ein Viertel Jahre Gefängnis

Der Staatsanwalt stellte diese Version der Geschichte in Frage: «Eine freundliche Aussprache plante er nicht. Er wusste im Voraus, dass es zum Äussersten kommen würde.» Es gebe keine Beweise, dass sich zum Zeitpunkt des Eintreffens des Angeklagten andere Gäste in der Beiz aufgehalten hätten.

Der Beschuldigte befindet sich wegen eines anderen Delikts noch in der Probezeit – 410 Tage Reststrafe sind noch offen. In Anbetracht dessen fordert die Anklage acht Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe und eine Busse von 300 Franken.

Der Verteidiger plädierte indes auf Notwehr eines unmittelbaren Angriffs. Es spreche vieles dafür, dass sein Mandant die Wahrheit sagt und er mit den Schüssen sein Leben retten wolte. Er halte die Aussagen der Zeugen für unglaubwürdig. «Nur wenn man die Augen verschliesst, kann man sagen, die Beweislage spreche glasklar gegen meinen Mandanten.»

Das Urteil wird am Mittwoch Vormittag verkündet.

(jd)

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Fünf Schüsse fielen am 18. Juli 2016 gegen 2.30 Uhr im Lokal Brauerzunft an der Rheingasse. Der Täter flüchtete. Am Dienstag sass der 35-jährige Türke nun auf der Anklagebank.



Schiesserei im Kleinbasel

Eines der

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